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am 26.11.2009, Maschinenfabrik Groningen/NNT/Niederlande
und vom 12.-13. und 16.-20. Dezember 2009 in der HALLE TANZBÜHNE
BERLIN
weitere Vorstellungen: Künstlerhaus Mousonturm/Frankfurt/M
vom 14.01.-16.01.2010
Konzept / Katagraphie / Raum / Licht / Video/ Programmierung: Jo Fabian
Darsteller: Kerstin Rünzel, Peter Vandemeulebroecke, Annegret Thiemann,
Matthias Horn
Livemusik: Bombus / Lars Neugebauer, Tania da Silva, Mareike Krumm
Produktionsleitung: Susanne Ogan / Hans Jansen
Technische Leitung / Video: Karl Wedemeyer
Technische Koordination: Boes Diertens
Sounddesign: Lars Neugebauer
Ton / Lichttechnik: Jan Langebartels
Management: Christopher Langer
Grafik / Layout: Ralph Knebel
Assistenz / Praktikanz: Petra Farhan
Pressearbeit: Silke Wiethe
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| „Independent Swan
ist das getanzte Muster der scheinbaren Unentrinnbarkeit des Einzelnen
aus einem übergeordneten System. Die Kunst der Diktatur. Wir wollen,
dass man uns sagt, was zu tun ist, wo`s langgeht. Glückseligkeit
und Ideologie, Militarismus und Symphonie, Totalität und Erinnerung,
Gehirn und Rhythmus, Kunst und Diktatur ... Es gibt ein paar deutsche
Tugenden wie Folgsamkeit, Gehorsam und Pflichterfüllung, die in die
Schlacht mit uns selbst führen. Diese Schlacht haben wir wohl zu
fürchten. Independent Swan, ein Aufmarsch, eine Geburtsstunde, eine
einzige Bewegung, ein Pendel zwischen den Extremen. Eine alternativlose
Glückseligkeit. Ein Paradoxon.“
„Nie war mir der Raum mehr Darsteller und Bühne zugleich als
hier: Unser absurdes Verlangen nach Unab¬hängigkeit und Befreiung
von Systemen, von denen wir existenziell abhängig sind, die uns damit
zu einem Subjekt erheben, welches sich trotz bzw. gerade wegen seiner
Unterwerfungen als frei versteht, war es mir wert, einen Raum zu entwerfen,
der uns gnadenlos seinen Verzerrungen aussetzt und gleichsam zu verschlingen
sucht. Diesem Raum kann man wohl kaum entrinnen. Er hält ein Muster
für uns bereit, welches uns schützt, solange wir es benutzen.
Welches uns bekämpft, wenn wir es verlassen. Dieser Raum hat das
Zeug zum Täter. In ihm versammeln sich die Väter aller Diktaturen
von Welt und begatten sich gegenseitig. In ihm erfahren wir, dass wir
instrumentalisierbar sind. Die daraus resultierende Vorstellung, es gäbe
eine klar identifizierbare Ästhetik totalitärer Systeme, wird
hiermit in Zweifel gezogen.“
„Die Vergangenheit, die so viel Ungemach und Not, so viel Krieg
und Leid, so viel Ungerechtigkeit und Armut mit sich brachte, so viel
Unvernunft und Lüge, so viel Verführung und Verblendung unseres
Geistes, so viel betrügerische Manipulation der Wünsche und
Sehnsüchte des Menschen – sie ist noch immer nicht tot. Sie
ist noch nicht einmal vergangen.“
„Mein Theaterstück soll eine Landschaft sein.
Eine Landschaft mit Skulpturen, die in Stein gehauene Fragen nach ihrer
Existenz, nach ihrer Zukunft sind.“ (Jo Fabian/ www.jofabian.de)
Independent Swan is the danced pattern
of the apparent inescapability of the individual from a superordinate
system.
The Art of Dictatorships
We want to be told what we have to do and where to go. Happiness and ideology,
militarism and symphony, totality and memory, brain and rhythm, art and
dictatorship…
There are a few German virtues such as obedience, submissiveness and the
willingness to do one’s duty that lead us into a battle with ourselves.
This seems to be the battle that we should fear.
Independent Swan, a deployment, a moment of birth, a single movement,
a pendulum between the extremes, a joy without alternatives. A paradox.
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