"Polka Dot . ein stilleben" von Jo Fabian

„Ein fulminantes Spiel auf der Grenze zwischen Virtuellem und Realem, schwarzhumorig und böse, urkomisch und hochästhetisch.“ Tobias Schwartz, Citty

Konzept/ Raum/ Licht/ Kostüm/ Videodesign/ Text: Jo Fabian
Darsteller: Annegret Thiemann, Matthias Horn
Musik: Cyberpiper
Dramaturgie: Eckart Seilacher
Assistenz: Tanja Krüger
Technische Leitung/ Licht: Stefan Wolf
Tontechnik: Markus Götze
3D-Image LoveDot: Rob Steenhorst
Stimmen: Christopher Langer / Mac
SL-Player: Petra Farhan, Ralf Senf

Eine Produktion von Jo Fabian Department/Orphtheater und der HALLE TANZBÜHNE BERLIN mit freundlicher Unterstützung des
Fonds für Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Bundes und des Kulturamts Pankow

Es gäbe durchaus die Möglichkeit, seinen Geist aus der Knechtschaft einer dogmatisierten Wirklichkeit zu befreien, wenn wir uns nicht fortwährend selber suchen müssten. Verbunden mit einer uralten Sehnsucht, in den Lauf der Welt aufgenommen zu werden und nicht etwa ausgespien, entsteht ein unauflösbarer Widerspruch für unser Denken. Man arbeitet am eigenen Verschwinden genussvoll mit, um sich durch die Suche nach dem Selbst fast sichtbar für jeden Aussenstehenden dem Verschwinden zu verweigern.


Dieses Stück ist dem Traum von unseren Möglichkeiten entsprungen und stochert
dabei furchtlos in der Einöde einer ständig anwachsenden Paradoxie herum:
Ich würde sogar das Geld wieder abschaffen, aber nur wenn ich es nicht kann, denn wenn ich es könnte, würde ich es nicht tun. Zu viele Vorteile wittert mein künstliches Selbst bei der Vorstellung von Macht. Das ist das Problem.

Was ich hier verkaufe, ist das verloren gegangene Passwort für deine Zeit.
Es ist ganz einfach: Gib sie auf, die Suche nach deinem Selbst und erkenne es im Muster deiner Umgebung. Es wird uns nichts weiter übrig bleiben, als unser Ego von unseren Wünschen zu trennen, um in dem verbleibenden Rest zu wohnen, denn eher wirst du die ganze Welt neu erschaffen, als daß dein Ego ein Echtheitszertifikat erlangt.

 

Eine Produktion ohne die freundliche Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur Berlin.