„Liebhabern
des zeitgenössischen Tanzes bot sich die Gelegenheit, eine
der weltweit am meisten respektierten Compagnien in Belo Horizonte
zu erleben. Sie präsentierte ihr großartiges, hoch virtuoses
und berührendes Meisterwerk <<les possédés>>“
(Belo Horizonte, MG) |
Konzept/Choreographie: Toula
Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Tanz/Kreation: Mercedes Appugliese, Fleur
Conlon, Kayoko Minami, Clebio Oliveira, Ute Pliestermann, Hironori
Sugata
Lichtdesign: Maximilian Stelzl
Technische Leitung: Jan Langebartels
Kostüme: Antonia
Limnaios/Toula Limnaios
Assistenz: Feipe
Luck
Public
Relations: Silke Wiethe
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Die Inszenierung fußt
auf Charakterbeschreibungen, die von Dostojewskijs psychologisch
geprägten Menschenbildern inspiriert sind.
Die Figuren sind in ein Labyrinth katapultiert und verlieren sich,
besessen von ihren inneren Dämonen. Sie öffnen einen
Riss, hineingesogen, wie hypnotisiert, entdecken sie einen Abgrund
hinter der Fassade, Masken des Alltags, ein Schein, der früher
oder später zerfällt. Denn Innen und Außen gehören
zusammen. Voneinander losgelöst sind es zwei verwirrende
Ansichten eines Geheimnisses, das wir nur erleiden, aber nicht
enträtseln können.
Vielleicht ist das Dämonische eine schöne und romantische
Vorstellung, wie sie Stefan Zweig beschreibt: „Die ursprünglich
und wesenhaft jedem Menschen eingeborene Unruhe, die ihn aus sich
selber heraus, über sich selbst hinaus ins Unendliche treibt,
gleichsam als hätte die Natur von ihrem einstigen Chaos ein
unveräußerliches unruhiges Teil in jeder einzelnen
Seele zurückgelassen.“
Nicht das Exzessive, sondern die alltägliche Nacht, hinter
der etwas Unheilvolles schimmert... zwei Schritte weiter ... und
die Seele wird schwarz ... Das Dunkel ist manchmal noch fern,
manchmal schillert es schon im Schatten am Rande der Szenerie
– in stillem Einklang – ein unsicheres Gelände
– tief bedrohlich und elegant beschworen. Eine Ausgrabung
– schön und gespenstisch – über die Ängste
und Schwächen banger Herzen. Ein geheimnisvoller Schatten
liegt über dem Geschehen ... jederzeit könnte etwas
passieren ... nicht offensichtlich und doch ist es überall
...
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