12.-15.
& 19.-22. August 2010 HALLE TANZBÜHNE BERLIN
29. Oktober 2010 Fabrik Heeder Krefeld
13. &14. November 2010 Tafelhalle Nürnberg
11. Dezember 2010 Theaterhaus Stuttgart
3.-5. Dezember Künstlerhaus Mousonturm
30. November Musikteater Baltoppen, Dänemark
14. - 15. & 19. - 22. November 2009,
jeweils 20 Uhr |
Tanz/Kreation: Mercedes Appugliese,
Fleur Conlon, Kayoko Minami, Clebio Oliveira, Ute Pliestermann,
Hironori Sugata
Konzept/Choreographie: Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Video: cyan
Lichtdesign: Jan Langebartels
Kostüme: Antonia
Limnaios/Toula Limnaios
Assistenz: Felipe
Luck
Public
Relations: Silke Wiethe
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| Wunden
sprechen aus dem Wachen und den Träumen –
Trauma bewahren Verwundungen auf
– geben die innere Zerrissenheit in einer Fuge der Zeit immer
wieder frei: Absurditäten, Gedanken, Un-Heimlichkeiten, Verdichtungen,
Verschiebungen, Entstellungen, Echos: Henri Michaux fühlt sich
in eine Tag- und eine Nachtperson gespalten. Den Träumer nennt
er auch "die Kehrseite meiner selbst". Schwebende Chimären
– festgehalten in Traum-Splittern. Das Trauma ist gebunden
an seine oszillierende Bewegung zwischen Erinnern und Vergessen,
Gegenwart und Vergangenheit. Wenn wir unsere Definition von Traum
erweitern und auch die Fantasien dazu nehmen, könnte man das
Trauma als das Gelände der brutalen Konfrontation zwischen
der Fantasie und dem Realen ansehen, als die Unterbrechung des Traums.
„wound“ ist den Brüchen der menschlichen Verwundbarkeit
und seinen Schmerzen auf der Spur.
Träume und Alpträume, fragmentarisch und rätselhaft
wie in einem Labyrinth von Verletzungen, schlafen wie ein Minotaurus
in jedem von uns und schreien nach einer Ariadne, um herauszukommen,
ziehen diesen unsichtbaren Faden, der uns mit der Welt verbindet
in die Wirklichkeit. Der Schlaf gebiert Ungeheuer. Alles passiert
in unseren Nächten. Erinnerungen und Verdrängtes wälzen
Dinge und Situationen, die uns am Tag geschehen sind: Wiederkehrungen,
Kindheitserlebnisse, Ängste, Geister, die uns aus unserer Vergangenheit
noch und immer wieder berühren. In der Fantasie reifen Geheimnisse
aus der Tiefe unserer Abgründe und Wünsche – alles,
was wir nicht einmal artikulieren können ...
„Wenn Toula Limnaios choreographiert,
strahlt etwas Seltenes von innen nach außen. Sie selbst nennt
ihren Stil "magischen Realismus". Limnaios' Stücke
lustwandeln auf der Grenze zwischen Tag und Traum und schwemmen
unterbewusste Sehnsüchte, Ängste, Visionen an eine stets
minutiös durchgestaltete sinnliche Oberfläche.“
(Berliner Morgenpost)
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