Die HALLE TANZBÜHNE BERLIN und die cie. toula limnaios sind seit Oktober 2008 eine dreijährige Partnerschaft mit dem Barnim Gymnasium in Berlin eingegangen: Die ersten Arbeitsergebnisse dieser Partnerschaft können Sie beim diesjährigen TUSCH Festival erleben.


TUSCH – Theater und Schule Berlin

Das Projekt TUSCH, das seit 1998 Theater und Schulen in Berlin zusammenbringt und in festen Partnerschaften verbindet, hat in der Spielzeit 2008/2009 insgesamt 40 solcher Partnerschaften am Start. Rund 850 Schülerinnen und Schüler arbeiten derzeit aktiv in Theaterproben mit rund 150 Künstlern/innen und Pädagogen/innen an Inszenierungsprojekten – daneben läuft der Austausch zwischen den Jugendlichen und der Welt der Bühnenkunst auf vielen Ebenen: Projekttage mit Künstlern in der Schule, Künstler im Unterricht, Theaterworkshops, Theaterbesuche, Einladungen hinter die Kulissen. TUSCHs Theaterpartner sind die drei Opernhäuser, alle großen Schauspieltheater sowie die Kinder und Jugendtheater der Stadt und viele andere mehr.
TUSCH Berlin hat zum Ziel, Jugendliche aller Schularten und Klassenstufen mit Theaterkunst und Bühnen der Stadt in Berührung zu bringen. Seit 10 Jahren entwickelt TUSCH entsprechende Projektmodule und widmet sich der Unterstützung und fortlaufenden Verbesserung im Zusammenspiel dieser beiden unterschiedlichen Institutionen und Sphären. TUSCH hat als Modellprojekt bereits Nachahmer gefunden in Hamburg, Magdeburg, Frankfurt a.M., Warschau und München (in Gründung).
TUSCH ist ein Projekt der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der JugendKulturService gGmbH und wird seit 2008/2009 vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung als besonders förderungswürdiges, stadtweites Projekt der Kulturellen Bildung unterstützt.

 

Die Bedeutung der darstellenden Künste an der Barnim Schule

 

Für unsere Schule ist es einfach ein Muss, Theater zu machen.
Die Barnim - Schule kann inzwischen auf eine mehrjährige Tradition in der Theaterarbeit zurückblicken und stolz auf zahlreiche Projekte verweisen. Dazu gehören neben alljährlich stattfindenden „ Theaternächten “ auch erfolgreiche Auftritte beim „arbeitstreffen Schultheater berlin“ in Tempelhof oder Gastauftritte an anderen Berliner Schulen.
Darstellendes Spiel ( DS) heißt Freude am Spiel, Verwandlung, Kreativität, Phantasie, Begeisterung, Engagement, Mut zum Experimentieren, Präsentation, aber auch höchste Arbeitsdisziplin und Schweiß. Wer mit den Brettern, die die Welt bedeuten, je in Kontakt gekommen ist, wird sich wahrscheinlich den Reizen dieses Mediums nie mehr entziehen können.
So bieten wir bereits in der Sekundarstufe I jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaften an. Über einen spielerischen Zugang erarbeiten sich interessierte Schüler der 7. -10- Klasse erste Arbeitstechniken; es wird der Teamgeist gefördert und vor allem Spaß vermittelt. In der 11. Klasse laufen ebenso mehrere Arbeitsgemeinschaften Darstellendes Spiel, deren Teilnahme eine Voraussetzung für das Belegen eines Grundkurses DS in der gymnasialen Oberstufe bildet. In Klasse 12 und 13 ist es dann möglich, zwei oder vier Semester dieses Unterrichtsfaches zu belegen. Am Ende eines Schuljahres finden die Ergebnisse der Arbeit in Aufführungen in der Schule ihre Anerkennung des Publikums, das sich nicht nur aus Lehrern, Schülern und Eltern unserer Schule zusammensetzt.
Neben der Einbringung der Punkte in die Abiturnote , ist es zudem möglich, das Fach als 5. Prüfungskomponente zu wählen. Dabei liegt im Darstellenden Spiel der Schwerpunkt auf der szenischen Präsentation.
Eine Bereicherung des Faches ergibt sich auch durch den Einsatz moderner multimedialer Technologien. Werbetrailer, Videoeinblendungen und Videomitschnitte sowie special effects machen die Theateraufführungen zu unvergesslichen Erlebnissen.
Es kann in zwei DS – Probenräumen gearbeitet werden - einer davon wurde zu einer Studiobühne umfunktioniert. Eine neue moderne Bühne im Hauptgebäude unserer Schule lädt zu großen Auftritten nicht nur unserer Spieler ein.
Zahlreiche Treppen und Säulen im Foyer verleiten zur Inszenierung, z.B. antiker Stücke; nicht zu vergessen das schöne Areal außerhalb des Gebäudes.
Unterschiedliche dramaturgische Ansätze, Medien und Spielorte sorgen immer wieder für erlebnisreiche Theaterabende.